Steigende Lichtverschmutzung auf der Erde

Auf der Erde wird es immer heller – zu hohe Intensität von künstlichem Licht kann für Mensch und Tier schädlich sein.

In vielen Städten kann man Sterne am Himmel kaum noch entdecken. Grund für dieses Phänomen ist die steigende Lichtverschmutzung, bedingt durch den Siegeszug der LED-Lampen. Das beweist eine Studie des Wissenschaftlers Christopher Kyba vom Deutschen Geoforschungszentrum Potsdam.

Light Emitting Diodes – LED

Gewöhnliche Glühbirnen haben eine Lebensdauer von 1.000 Stunden. LED-Lampen können bis zu 100.000 Stunden leuchten. Und auch im Energieverbrauch sind sie klare Sieger. Viele Kommunen, Unternehmen und Haushalte sind auf LED umgestiegen um Geld zu sparen. Doch Satellitenaufnahmen belegen: Auf der Erde wird es immer heller. Seit 2012 wird die Entwicklung der Lichtabstrahlung verfolgt. Die Intensität des künstlichen Lichts und auch die beleuchtete Fläche nehmen immer weiter zu. Kyba sieht Möglichkeiten, mit moderner LED-Technik bis zu zwei Drittel Lichtemissionen einzusparen: „Wir müssen aber lernen, es maßvoll und punktgenau dann einzusetzen, wenn es notwendig ist.“

Folgen für Mensch und Tier

Franz Hölker, Projektleiter beim Forschungsverbund Verlust der Nacht erklärt: „Beim Menschen kann das Licht sogar die Innere Uhr durcheinander bringen“, denn das helle LED-Licht am Abend signalisiere dem Körper es sei Tag und somit käme der Rhythmus durcheinander. Und auch Tiere kommen durcheinander. Vor allem nachtaktive Tiere können sich bei zunehmender Lichtverschmutzung immer weniger orientieren.