BP Report: Energiebedarf steigt

Der britische Konzern BP stellt in seinem alljährlichen Report Prognosen für die nächsten 20 Jahre in der Energiebranche auf.

Das britische Mineralölunternehmen BP veröffentlicht jährlich einen Report über mögliche Entwicklungen in der Energiebranche in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Im diesjährigen Bericht prognostiziert der Konzern, dass der weltweite Energiebedarf in den nächsten 20 Jahren um etwa 30 Prozent steigen wird. Der steigende Wohlstand in manchen Entwicklungsländern sei der Hauptgrund dafür, so BP. Erdgas wird an Bedeutung gewinnen, während die Nachfrage für Öl und Kohle mehr und mehr abnimmt.

Erneuerbare immer wichtiger

Laut BP wird sich der Anteil der erneuerbaren Energien vervierfachen. Damit sind sie der weltweit am schnellsten wachsende Energieträger. Grund dafür ist einerseits die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit von Solar- und Windenergie und andererseits Chinas schrittweiser Umstieg auf CO2-arme Alternativen. Das Land verbraucht weltweit zwar am meisten Kohle, wird aber bis 2035 auch das größte Wachstum bei erneuerbaren Energien haben. Bereits seit Ende 2015 gewinnt China weltweit den meisten Strom durch Fotovoltaik und weitere Ausbaumaßnahmen sind geplant.

Kohlendioxid-Emissionen immer geringer

In den letzten Jahren haben sich die klimaschädlichen CO2-Emissionen im Durchschnitt jährlich um 2,1 Prozent erhöht. Dies soll in den nächsten Jahren auf 0,6 Prozent im Schnitt reduziert werden. Grund dafür ist unter anderem die weltweit steigende Zahl an Elektrofahrzeugen. In den nächsten zwei Jahrzehnten ist nach Schätzungen ein Anstieg von 1,2 Millionen auf fast 100 Millionen Fahrzeugen zu erwarten. Das würde ungefähr fünf Prozent aller Autos weltweit ausmachen.