Abschläge anpassen

Der Energieverbrauch schwankt übers Jahr gesehen, der Abschlag verteilt die Kosten gleichmäßig – aber wie?

Wenn es im Sommer warm und lange hell ist, verbrauchen wir weniger Energie als im kühlen und dunklen Winter. Wie verschiedene Faktoren den Abschlag beeinflussen, lesen sie hier:

Wie ergibt sich die Höhe der Abschlagszahlung?

Grundlage für die monatliche Abschlagszahlung sind der Vorjahresverbrauch sowie die aktuellen Preise des jeweiligen Abrechnungsjahres. Diese Kosten werden durch elf Abschläge geteilt. Der Kunde zahlt somit elf Mal den gleichen Betrag, denn der zwölfte und letzte Abschlag dient auch dazu, die Restforderung oder das Restguthaben zu begleichen. So ergibt sich eine Nachzahlung oder auch eine Gutschrift.

Kann ich als Kunde auf die Höhe meiner Abschlagszahlung Einfluss nehmen?

Ändert sich die Anzahl der Personen im Haushalt oder die Wohnfläche durch beispielsweise den Ausbau des Daches, ändert sich auch der Verbrauch. Neue Haushaltsgeräte oder die (weitere) Nutzung veralteter Kühl- oder Gefriergeräte können ebenso zu einem veränderten Energiebedarf führen wie die Umstellung von Heizung und Warmwasser auf Strombetrieb. Teilen Sie uns hierzu einfach die Veränderungen mit. Gegebenenfalls benötigen wir einen aktuellen Zählerstand, um eine Rechnungssimulation durchzuführen. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir dann die Höhe des neuen Abschlages.

Was passiert bei Erstbezug oder Umzug?

Bei einem Erstbezug liegen in der Regel keine Vorverbräuche vor. Hier wird der Verbrauch geschätzt und daraus der Abschlag ermittelt. Je mehr Sie uns über die Wohn- und Verbrauchsverhältnisse wissen lassen, desto genauer können wir den für Sie passenden Abschlagsbetrag errechnen. Unser Tipp: Eine Zählerstandsmeldung etwa drei Monate nach dem Einzug ermöglicht es, den Abschlagsbetrag an den tatsächlichen Verbrauch anzupassen.

Wie sieht es aus, wenn Strom oder Erdgas zum Heizen genutzt werden? Der Bedarf ist im Sommer doch deutlich niedriger?

Temperaturabhängige Verbrauchsdaten werden selbstverständlich bei der Ermittlung des Abschlags mitberücksichtigt. Hier arbeiten wir mit Gradtagszahlen, die umso höher sind, je kälter der Monat ist. Aufs Jahr gesehen ergibt sich so ein realistischer Abschlag.

Sind die Fälligkeitstermine auch variabel und wie ist die beste Zahlungsweise?

Die Fälligkeit des Abschlags ist immer der 1. eines Monats, beginnend am 1. Februar. Das bedeutet, der Teilbetrag betrifft den Vormonat und ist so zum Beispiel der Verbrauch von Januar, der am 1. Februar fällig wird. Was die Zahlweise angeht, empfehlen wir das SEPA-Lastschriftverfahren. So können die Stadtwerke Döbeln immer den festgelegten Abschlagsbetrag einziehen. Nutzt der Kunde einen Dauerauftrag, muss er im Falle einer Teilbetragsänderung, z. B. nach der Jahresrechnung, und vor allem bei einer Restforderung den Betrag immer wieder selbst anpassen, und da kann leicht mal etwas schiefgehen. Bareinzahlung ist in unserer Geschäftsstelle möglich, es steht aber kein EC-Terminal zur Verfügung.

Wird der Abschlag erhöht, auch wenn sich der Energieverbrauch nur kurzzeitig und vorrübergehend zum Beispiel durch einen Wasserschaden verändert hat?

Falls Sie bedauerlicherweise einen Wasserschaden im Haushalt haben und dadurch Mehrverbrauch durch Trocknungsgeräte entsteht, möchten wir Sie bitten, uns dies immer mitzuteilen. Nur so können wir Ihre Abschläge für das kommende Jahr anpassen bzw. regulieren. Das trifft natürlich auch bei größeren Bauarbeiten oder kurzzeitiger Nichtnutzung im Haushalt zu.