Stadtwerke warnen vor unseriösem Energievertrieb

Vorsicht vor Schnäppchentarifen für Strom und Erdgas – unter Energieanbietern gibt es viele schwarze Schafe.

In Döbeln verzeichnen die Stadtwerke in den letzten Monaten vor allem folgendes Vorgehen: Der Telefonanrufer oder Besucher an der Haustür gibt sich fälschlicherweise als Stadtwerke-Mitarbeiter aus. Er erzählt von Preiserhöhungen, versucht persönliche Daten zu entlocken und empfiehlt einen Billigtarif bei einem Anbieter, der angeblich mit den Stadtwerken zusammenarbeitet. Die Folge sind Verunsicherung und voreilige Unterschriften auf den vermeintlich mit den Stadtwerken geschlossenen Verträgen. „Meist rufen die überrumpelten Kunden im Nachhinein bei uns an, um sich abzusichern, und sind dann überrascht, dass der Vertrag mit einem unbekannten Anbieter geschlossen wurde“, berichtet Hubert Paßehr von den Stadtwerken Döbeln. Durch das 14-tägige Widerrufsrecht bei Haustürgeschäften konnten die Verträge jedoch wieder rückabgewickelt werden. Der Stadtwerke-Vertriebsmitarbeiter weiter: „Ich möchte dazu ermuntern, uns bei einem unguten Gefühl nach Vertragsunterzeichnung lieber einmal mehr zu kontaktieren, als dann bei der ersten Abrechnung aus allen Wolken zu fallen.“

Werbeanrufe: Was tun?

Sind Werbeanrufe denn grundsätzlich illegal?
Verbraucher müssen dem Erhalt von Werbeanrufen vorher zustimmen. Das ist gesetzlich geregelt. Fehlt die Einwilligung, handelt es sich um einen unerlaubten Werbeanruf, und der ist verboten. Die Bundesnetzagentur geht solchen Fällen nach. Das sind Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern von bis zu 300 000 Euro geahndet werden.

Was soll ich tun, wenn ich nicht zugestimmt habe und trotzdem angerufen werde?
Bei fehlender Einwilligung sollten Sie das Datum des Anrufs notieren, den Namen des Anrufers und des Unternehmens, wenn möglich dessen Rufnummer und was beworben wird. Auch Details zum Gesprächsverlauf sind relevant und ob zunächst eine Einwilligung für den Werbeanruf vorgelegen hat oder eventuell widerrufen wurde.

Und wo kann ich mir Hilfe holen?
Beschwerden können der Bundesnetzagentur zum Beispiel über ein Formblatt per Post mitgeteilt werden oder online auf www.bundesnetzagentur.de. Dann ist die Agentur in der Lage, zu ermitteln und diese Praxis mit Bußgeldern zu ahnden. Oft stecken bei solchen Anrufen auch betrügerische Absichten dahinter. Dann empfehlen wir, auch die Polizei einzuschalten.

Die Stadtwerke helfen!

Reagieren Sie schnell! Widersprechen Sie dem vermeintlichen Vertragsabschluss schriftlich per Einschreiben mit Rückschein. Eine Begründung ist nicht notwendig. Die Stadtwerke Döbeln helfen den betroffenen Kunden gerne weiter:

Kundenservice, Rosa-Luxemburg-Str. 9, 04720 Döbeln
Tel: 03431 721-0
E-Mail: post@sw-doebeln.de

Öffnungszeiten:
Mo. 8–16 Uhr
Di. 8–18 Uhr
Mi. 8–12 Uhr
Do. 8–18 Uhr
Fr. 8–12 Uhr

Foto: Stadtwerke Döbeln