Wohnen im Walduferviertel

Wohnen mit einem nachhaltigen, zukunftsträchtigen Energiekonzept – das ermöglichen die Stadtwerke Döbeln gemeinsam mit der Stadt und der Sparkasse Döbeln.

Ende April 2021 fiel der offizielle Startschuss für das künftige Döbelner Wohngebiet Walduferviertel. Aus der jahrelang ungenutzten Industriebrache der ehemaligen Zuckerfabrik soll ein attraktives Wohnquartier werden. „Mit dem Stadtratsbeschluss konnte der planungsrechtliche Grundstein für ein neues, modernes Wohnquartier in einer landschaftlich reizvollen Lage mit einem nachhaltigen, zukunftsträchtigen Energiekonzept gelegt werden“, sagt Oberbürgermeister Sven Liebhauser. In mehreren Bauabschnitten auf dem Gelände zwischen Max-Planck-Straße und Eichbergstraße sollen vier Mehrfamilienhäuser mit ca. 28 Mietwohnungen im gehobenen Segment sowie 60 Grundstücke für Einfamilienhäuser entstehen. Uwe Krahl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Döbeln, erläutert: „Im Schnitt sind die Grundstücke 600 bis 700 Quadratmeter groß, wobei auch Doppelflächen gekauft werden können. Die genauen Preise stehen noch nicht fest.“ Wer Interesse an einem Grundstück hat, kann sich gerne in der Sparkasse Döbeln melden oder sich auf der Internetseite www.wohnen-im-grünen.de informieren.

Know-how der Stadtwerke gefragt

Ein ganz besonderes Augenmerk liegt auf der Energieversorgung des Walduferviertels. Da Nachhaltigkeit und Umweltschutz in aller Munde sind, ist auch das Know-how der Stadtwerke Döbeln gefragt. Sie sind in Sachen technische Infrastruktur von Anfang an eng dabei und sorgen in Zukunft mit einer zentralen Wärmeversorgung mittels Blockheizkraftwerk für wohlige Wärme. Mit dem Spatenstich am 21. Juni begannen die Tiefbauarbeiten für die Stadtwerker. In den kommenden Monaten werden sämtliche erforderlichen Trassen und Leitungen verlegt.

Heizen und Warmwasser mittels Nahwärme

Beheizt wird das neue Wohngebiet mit Nahwärme. „Dazu versorgen wir das Areal aus einem neuen Heizhaus“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle. Warum die Entscheidung auf Nahwärme fiel? „Ganz ein-fach, weil wir damit zum einen umweltscho-nend und zum anderen wirtschaftlich unterwegs sind. Das sind zwei Fliegen mit einer Klappe.“

Nutzung der Synergien als regionaler Wirtschaftskreislauf

Die drei lokalen Partner – Stadt, Stadtwerke und Sparkasse – arbeiten im Walduferviertel sehr intensiv zusammen. So profitieren die künftigen Bewohner direkt von den Synergien des Gemeinschaftsprojekts, welches alle Infrastrukturdienstleistungen bei sich bündelt und aus einer Hand anbietet. Gunnar Fehnle geht noch einen Schritt weiter und spricht von einem regionalen Wirtschaftskreislauf, von dem das Wald-uferviertel direkt Nutzen trägt. „Wir alle sind ein kommunales Netzwerk, das hier zusam-menarbeitet und sich gegenseitig befruchtet. Alle zusammen sind wir Dienstleister für die Stadt. Warum also nicht diese regionalen Möglichkeiten in Anspruch nehmen, bei denen sich jeder mit seinen Stärken einbringt!“


Fernwärme & Nahwärme

Technisch sind Nahwärme und Fernwärme das Gleiche. Eine Anlage produziert Wärme und bringt sie über ein Verteilnetz zu den Verbrauchern. Wir sprechen von Nahwärme, wenn die Entfernung zwischen Anlage und Verbrauchern weniger als einen Kilometer beträgt, von Fernwärme, wenn der Abstand größer ist. Der Ausbau der Fernwärme bildet einen zentralen Baustein des Energiekonzeptes der Stadtwerke Döbeln. Nah- und Fernwärme bieten eine ganze Reihe von Vorteilen. Insbesondere ersparen sie die Anschaffung, Installation und Wartung einer eigenen Heizanlage und schonen dank hocheffizienter Energieerzeugung unsere Umwelt. Verbraucher von Nah- bzw. Fernwärme zahlen nicht für den Brennstoff, der in der Heizanlage in Wärme verwandelt wird. Abgerechnet wird allein die tatsächlich übergebene Wärme, die ein Wärmemengenzähler in der Übergabestation jeder Hausanlage misst.